Rechtsanwalt & Fachanwalt für Medizinrecht Rainer Pesch

< Oberlandesgericht Dresden, Urteil vom 18.12.2008 - 4 U 407/07
03.06.2009 00:00 Alter: 8 yrs

Landgericht Chemnitz, Urteil vom 03.06.2009 - 4 O 259/08


  • Bei einer älteren, aber noch gehfähigen und mobilen Patientin ohne Sturzereignis in der Anamnese und mit Schmerzen im Sitzbeinhöckerbereich muss der Facharzt für Chirurgie selbst bei bekannter Altersosteoporose nicht als erstes an eine pathologische Schenkelhalsfraktur denken, da die Differentialdiagnose des Hüftschmerzes relativ umfangreich ist und die Inzidenz patholgischer Frakturen auch bei Osteoporosepatientinnen eine Verletzung mit Seltenheitscharakter (0,34% bis 3%) darstellt.
  • Es stellt daher in diesem Fall kein vorwerfbares Versäumnis des Facharztes für Chirurgie dar, wenn eine Röntgendiagnostik des Becken-Hüft-Bereiches unterbleibt.


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